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IAA: Michelin zeigt Reifen der Zukunft
mid Groß-Gerau - Der Visionary Concept von Michelin besteht aus Recyclingmaterial und ist im vollen Umfang wiederverwertbar. Michelin
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Rudolf Huber - 13. September 2017, 13:13 Uhr SERVICE

IAA: Michelin zeigt Reifen der Zukunft

Ein komplett recyclebarer Reifen aus Stroh, Holzchips, glukosehaltigen Pflanzenrückständen und Haushaltsabfällen wie Orangenschalen? Klingt ziemlich unwahrscheinlich, ist aber auf dem IAA-Stand von Michelin in Gestalt der Reifenstudie Visionary Concept zu sehen. Der Hersteller will damit eine umweltschonende, pannen- und verschleißresistente Lösung für die Zukunft demonstrieren.


Ein komplett recyclebarer Reifen aus Stroh, Holzchips, glukosehaltigen Pflanzenrückständen und Haushaltsabfällen wie Orangenschalen? Klingt ziemlich unwahrscheinlich, ist aber auf dem IAA-Stand von Michelin in Gestalt der Reifenstudie Visionary Concept zu sehen. Der Hersteller will damit eine umweltschonende, pannen- und verschleißresistente Lösung für die Zukunft demonstrieren.

Zu den ganz speziellen Eigenschaften des vernetzten Konzeptreifens gehört die per 3-D-Printverfahren erneuerbare Lauffläche. Außerdem lässt sich der Visionary Concept ohne Reifenwechsel je nach Witterungs- und Straßenverhältnissen per Tastendruck in einen Sommer-, Winter- oder Offroadreifen verwandeln. Dabei verschmelzen Reifen und Rad zu einer Einheit, die laut Michelin "für den Einsatz über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg ausgelegt ist". Die luftlose Konzeption ist kaum pannenanfällig und resistent gegen Stich- und Schnittverletzungen, weil Druckverlust wie bei konventionellen Fahrzeugreifen kein Thema ist. Dank der Konnektivität des Visionary Concept kann der Fahrer aus dem Auto heraus oder aber auch von zu Hause aus alle Informationen zu den Reifen abrufen und eine neue Lauffläche drucken lassen.

Wie ernst es Michelin mit dem Konzeptreifen meint zeigt die Tatsache, dass das Unternehmen im Zusammenhang mit dessen Entwicklung bereits 19 Patente angemeldet hat. Die Zeit-Prognose für das Wunder-Ding: In rund zehn bis zwanzig Jahren soll es verfügbar sein.

Dieser Artikel aus der Kategorie SERVICE wurde von Rudolf Huber am 13.09.2017, 13:13 Uhr veröffentlicht.