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Mit dem Dreizack auf hoher See
mid Groß-Gerau - Schiff ahoi: Maserati will mit dem Trimaran Multi 70 auf der Strecke von Hongkong nach London einen Geschwindigkeits-Weltrekord aufstellen. Maserati
SPECIALS
Ralf Loweg - 18. Januar 2018, 17:54 Uhr SPECIALS

Mit dem Dreizack auf hoher See

Von einem Sportwagenhersteller wie Maserati erwartet man für gewöhnlich, dass er Rekorde nur auf der Rennstrecke im Visier hat. Doch die Italiener sorgen auch auf dem Wasser für Furore. Aber nicht mit dem Quattroporte oder Ghibli. Der Hauptdarsteller auf den Weltmeeren heißt Maserati Multi 70.

Von einem Sportwagenhersteller wie Maserati erwartet man für gewöhnlich, dass er Rekorde nur auf der Rennstrecke im Visier hat. Doch die Italiener sorgen auch auf dem Wasser für Furore. Aber nicht mit dem Quattroporte oder Ghibli. Der Hauptdarsteller auf den Weltmeeren heißt Maserati Multi 70. Der hochmoderne Trimaran ist jetzt in Hongkong in See gestochen, um auf der Strecke nach London einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord aufzustellen.

Die mehr als 13.000 Seemeilen lange Reise vorbei am Kap der Guten Hoffnung wird vom World Sailing Speed Record Council überwacht. Um den bestehenden Rekord zu brechen, ist eine Reisezeit von weniger als 41 Tagen erforderlich. Neben dem italienischen Profi-Skipper Giovanni Soldini befinden sich die Besatzungsmitglieder Alex Pella (Spanien), Guido Broggi (Italien), Sébastien Audigane (Frankreich) und Oliver Herrera (Spanien) an Bord des Trimarans. Alle aktuellen Nachrichten zum Verlauf des Rekordversuchs sind im Internet unter "www.maserati.soldini.it" zu finden.

Die Strecke von Hongkong nach London folgt der gleichen Route, die von den Frachtseglern befahren wurde, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Tee von China nach England brachten. So gelangte 1866 das Great Tea Race zur Bekanntheit, als fünf der modernsten und schnellsten Clipper gegeneinander antraten. Das Rennen erhielt damals eine bemerkenswerte Aufmerksamkeit und hatte ein dramatisches Ende, als die drei Erstplatzierten mit der selben Flut die Themse erreichten und nach 99 Tagen Reisedauer innerhalb weniger Stunden an den Londoner Docks festmachten.

Dieser Artikel aus der Kategorie SPECIALS wurde von Ralf Loweg am 18.01.2018, 17:54 Uhr veröffentlicht.