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Aston Martin Vantage  - Etikette ist für ihn nur ein Aufkleber
Der neue Aston Martin Vantage pfeift auf einen feinen englischen Auftritt und will die Konkurrenz das Fürchten lehren Foto: Aston Martin
AUTOMOBIL
Max Friedhoff/SP-X - 11. April 2018, 11:03 Uhr AUTOMOBIL

Aston Martin Vantage - Etikette ist für ihn nur ein Aufkleber

Der neue Aston Martin Vantage pfeift auf einen feinen englischen Auftritt und will die Konkurrenz das Fürchten lehren. Dabei wird er zum wütenden Angreifer.

Die Neuauflage des Vantage dürften auch Nicht-Aston-Fans auf der Straße sofort als solche erkennen. Sie orientiert sich stark am letzten James-Bond-Auto DB10, das im Film ,,Spectre" zum Einsatz kam. Dabei macht der Vantage nicht auf britischen Gentleman, sondern auf wilden Hooligan mit eng zusammen gekniffenen Leuchten, einem Kühlerschlund, der den Vordermann zu verschlingen droht und mit der Unterlippe fast am Asphalt schleift, einer Silhouette, die eine Spannung hat wie ein Raubtier vor dem Sprung, und einem Heck, dessen Spoiler sich erhebt wie ein wütend gereckter Mittelfinger. Im Juni kommt das Coupé zu Preisen ab 154.000 Euro in den Handel.

Unter der Haube schlummert ein 375 kW/510 PS starker V8-Biturbo mit 685 Newtonmetern Drehmoment, der, wie schon beim großen Bruder DB11, von Mercedes-AMG zugeliefert wird. Den gut 1,6 Tonnen schweren Aston beschleunigt der Achtender in 3,6 Sekunden auf 100 km/h. Anders als AMG, die auf ihr eigenes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe vertrauen, flanschen die Engländer eine Achtgang-Automatik von ZF an den Motor. Ein neues, elektronisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse sorgt dagegen dafür, dass auch in flotten Kurven genügend Kraft auf die Straße kommt. Dazu trompetet die Abgasanlage, was das Zeug hält. Während man sich im DB11 ganz entspannt zurücklehnt und schon damit zufrieden ist, dass man um die schiere Kraft des Sportwagens weiß, will man sie im Vantage nicht nur ausprobieren, sondern auch ausreizen.

Das Cockpit erscheint mit seinem abgeflachten Lenkrad, dem digitalen Kombiinstrument und der auffälligen, V-förmigen Mittelkonsole ziemlich futuristisch, dahinter steckt aber bewährte Technik. Wie schon beim DB11 vertraut Aston Martin auch in Sachen Infotainment-System auf Mercedes und übernimmt nicht nur den freistehenden Acht-Zoll-Bildschirm, sondern gleich noch den Command-Drehregler nebst Touchpad von den Stuttgartern. Abgerundet wird das Ganze von viel Carbon, Leder und Alcantara.

Dieser Artikel aus der Kategorie AUTOMOBIL wurde von Max Friedhoff/SP-X am 11.04.2018, 11:03 Uhr veröffentlicht.