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mid Groß-Gerau - Gefährliche Ablenkung: Manchmal bleiben Fußgänger mit ihrem Smartphone in der Hand sogar auf dem "Zebrastreifen" stehen. DVR
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Ralf Loweg - 11. April 2018, 17:37 Uhr NEWS

"Smombies" machen die Straßen unsicher

Die 'Smombies' vermehren sich rasant und verbreiten Angst und Schrecken im Straßenverkehr. Gemeint sind Menschen, die wie in Trance mit gesenkten Kopf ihres Weges gehen und dabei nur eines im Blick haben: ihr Smartphone. Das ist mitunter lebensgefährlich.


Die "Smombies" vermehren sich rasant und verbreiten Angst und Schrecken im Straßenverkehr. Gemeint sind Menschen, die wie in Trance mit gesenkten Kopf ihres Weges gehen und dabei nur eines im Blick haben: ihr Smartphone. Und dabei verlieren diese ganz speziellen Fußgänger ihre Umgebung und damit alle anderen Verkehrsteilnehmer völlig aus den Augen. Das ist mitunter lebensgefährlich.

Knapp zwei Drittel der Fußgänger nutzen ihr Smartphone im Straßenverkehr und sind damit stark abgelenkt, teilt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) mit und schlägt Alarm. Denn rund ein Drittel aller Fußgänger, die von ihrem Mobiltelefon abgelenkt waren, sind bereits in eine brenzlige Situation geraten, weil sie zu spät reagierten oder andere Verkehrsteilnehmer schlicht übersehen haben. Experten sprechen von der "Kopf unten"-Generation oder "Smombies" (zusammengesetzt aus den Begriffen "Smartphone" und "Zombie").

"Viele Fußgänger unterschätzen die Gefahren, denen sie sich selbst aussetzen, wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf solche Art vom Straßenverkehrsgeschehen abwenden", sagt DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner. Das kann zu brenzligen bis extrem gefährlichen Situationen führen: Immer wieder sind Gruppen von jungen Menschen zu beobachten, die gemeinsam auf ein Smartphone schauen, während sie die Straße überqueren. Oder eine junge Mutter schiebt einen Kinderwagen über den Fußgänger-Überweg und tippt dabei auf ihrem Smartphone. Ein junges Mädchen bleibt mitten auf der Straße stehen, holt ihr Handy heraus und beginnt zu tippen. Erst als ein Autofahrer hupt, wird ihr klar, wo sie steht, und sie geht weiter.

"Jeder Fußgänger, der gedankenverloren mit dem Handy am Ohr oder mit Kopfhörern die Straßenseite wechselt, ohne auf das Verkehrsgeschehen zu achten, sollte sich der großen Gefahr durch Ablenkung bewusst sein", sagt Christian Kellner. Bereits in Schule und Ausbildung müsste das Thema präventiv behandelt werden, so der Experte: "Der Grundsatz ist doch klar: Die Konzentration muss auf den Straßenverkehr gerichtet sein. Und ist es wirklich so schlimm, mal für eine gewisse Zeit offline zu sein?" Für einige offenbar schon. Und solange sich daran nichts ändert, machen die "Smombies" auch in Zukunft die Straßen unsicher.

Dieser Artikel aus der Kategorie NEWS wurde von Ralf Loweg am 11.04.2018, 17:37 Uhr veröffentlicht.