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2Ford öffnet Menschen die Augen
mid Groß-Gerau - Davon träumen viele Autofahrer: Ganz entspannt mit einem Ford Mustang auf Entdeckungs-Tour gehen. Ford
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Ralf Loweg - 14. Mai 2018, 12:27 Uhr SERVICE

Ford öffnet Menschen die Augen

Ein strahlend blauer Himmel im Sommer, dazu grüne Bäume, und auf der Straße zieht sogar ein pinkfarbener Cadillac seine Bahnen: So eine Szene wie aus dem Bilderbuch wünscht sich wohl jeder Autofahrer oder Beifahrer. Doch was ist, wenn ein blinder oder sehbehinderter Mensch mit an Bord ist?


Ein strahlend blauer Himmel im Sommer, dazu grüne Bäume, und auf der Straße zieht sogar ein pinkfarbener Cadillac seine Bahnen: So eine Szene wie aus dem Bilderbuch wünscht sich wohl jeder Autofahrer oder Beifahrer. Das erwärmt das Herz und erfreut die Augen. Denn bei so schönen Aussichten wird das Fahrerlebnis etwas ganz Besonderes.

Doch was ist, wenn ein blinder oder sehbehinderter Mensch mit an Bord ist? Die wunderbaren optischen Eindrücke kann man natürlich hübsch verpackt in netten Worten schildern. Doch genießen können Sehbehinderte diese Aussichten damit noch lange nicht. An dieser Situation möchten jetzt die schlauen und kreativen Köpfe von Ford etwas ändern. Und dazu hat der Autobauer den Prototyp eines intelligenten Autofensters entwickelt.

Der Name dieses Systems könnte treffender nicht gewählt sein: "Feel The View". Was genau steckt dahinter? Damit soll blinden oder sehbehinderten Menschen ermöglicht werden, ein Abbild der vorbeiziehenden Landschaften nur durch Finger-Berührung zu ertasten, erklären die Ford-Strategen. Das klingt zunächst einmal nach Zauberei.

Und wie funktioniert dieses "magische Auge"? Es genügt der Druck auf einen Auslöseknopf, sagen die Ford-Ingenieure. Dann erstelle das intelligente "Feel the View"-Autofenster mittels einer in der Frontscheibe platzierten Digitalkamera monochrome Bilder. Unter Verwendung von speziellen LEDs werden diese Bilder auf der Seitenscheibe des Fahrzeugs als Vibrationen mit unterschiedlich starker Intensität reproduziert - es sind bis zu 255 Abstufungen möglich.

Dank dieser neuen "Blindensprache" könne der Betreffende mit seinen Händen ein Abbild der Landschaft ertasten und erfühlen, so der Hersteller. "In seinem Kopf entsteht auf diese Weise ein wirklichkeitsnaher Eindruck von der Außenwelt, durch die er gerade gefahren wird", betonen die Ford-Techniker.

Konzipiert und entwickelt wurde das "Feel The View"-Autofenster übrigens von "Ford of Italy und der Kommunikationsagentur GTB Roma - in Zusammenarbeit mit Aedo, einem Start-up, das sich auf technologische Lösungen für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen spezialisiert hat. Warum dieser Aufwand? "Wir versuchen, das Leben der Menschen zu verbessern, und dies war eine fantastische Gelegenheit, um einen wichtigen Aspekt des Autofahrens für Blinde erlebbar zu machen", sagt Marco Alu Saffi, Ford of Italy. Diese Technologie sei innovativ, aber das Konzept einfach: "Es könnte für unvergessliche Momente im Leben von sehbehinderten Menschen sorgen."

Ralf Loweg / mid

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