ALLRAD-NEWS

9Levis Motorcycles V6 Cafè Racer - Connaughts Erbe
Im Frühjahr 2019 will Levis Motorcycles seinen V6 Café Racer in den Markt bringen Foto: Levis Motorcycles
MOTORRRAD
Mario Hommen/SP-X - 27. Juli 2018, 07:47 Uhr MOTORRRAD

Levis Motorcycles V6 Cafè Racer - Connaughts Erbe

Das vor über zehn Jahren angedachte Comeback der Sportwagenmarke Connaught endete im Bankrott. Doch die Konkursmasse dient jetzt dazu, die alte britische Motorradmarke Levis wiederzubeleben.

Untergegangene Motorradmarken aus England gibt es viele. Ein heute weniger bekannter Hersteller ist Levis, der von 1911 bis in die 40er-Jahre Motorräder in Birmingham produzierte. Diesen Namen haben jetzt ein paar Briten mit neuem Leben gefüllt. Erstes Modell der neuen alten Marke ist der besonders auffällig gestylte und extrem teure V6 Café Racer.

Hinter der Neugründung der Marke steckt vor allem der Unternehmer Phil Bevan, der sich die Rechte an einem Mitte der Nullerjahren von der englischen Sportwagenmarke Connaught entwickelten Zweiliter-V10-Motor sicherte. Zunächst hat Bevan für sein erstes Motorradprojekt eine Version mit sechs Zylindern und 1,2 Liter Hubraum abgeleitet, die 88 kW/120 PS und 160 Newtonmeter leistet. Prinzipiell lassen sich aus dem modular aufgebauten V-22-Grad-Motor auch weitere Versionen mit zwei, vier oder acht Zylindern entwickeln.

Neben dem mächtigen Motor mit seiner spektakulären Edelstahl-6-in-6-Auspuffanlage setzen die Levis-Verantwortlichen auch sonst auf brachiale Optik. Auffällig sind die aus dem Vollen gefrästen Räder, die massive Alugabelbrücke oder die Rahmenkonstruktion aus außenliegenden und in weiten Bögen gekrümmten Edelstahlrohren. Sehenswert ist auch die Radführung, hinten per Einarmschwinge und vorne mit einer Trapezgabel im Hossack-Stil. Im Kontrast zum weitgehend metallischen Fahrzeugkörper gibt es einen zweifarbigen Ledersattel, Lampen mit LED-Technik sowie ein TFT-Cockpit.

Zwar wirkt der Café Racer in eigentlich allen Details kostspielig, doch dass die ab März 2019 bestellbare V6-Maschine umgerechnet gut 115.000 Euro kosten soll, dürfte dann doch überraschen. Größere Stückzahlen sind vorerst also nicht zu erwarten, doch gelingt der Start, sollen in einigen Jahren weitere und möglicherweise günstigere Modelle folgen.

Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORRRAD wurde von Mario Hommen/SP-X am 27.07.2018, 07:47 Uhr veröffentlicht.