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3Skoda mit fünf Raritäten in Norddeutschland unterwegs
Skoda Popular Roadster (1937). Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda
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ampnet - 12. September 2018, 10:08 Uhr OLDTIMER

Skoda mit fünf Raritäten in Norddeutschland unterwegs

Die Hamburg-Berlin-Klassik (14.-16.9.2018) gilt wegen ihrer malerischen und abwechslungsreichen Streckenführung durch Norddeutschland als eine der schönsten Oldtimer-Rallyes des Jahres.

Die Hamburg-Berlin-Klassik (14.-16.9.2018) gilt wegen ihrer malerischen und abwechslungsreichen Streckenführung durch Norddeutschland als eine der schönsten Oldtimer-Rallyes des Jahres. Skoda wird den Zuschauern an der Strecke fünf automobile Raritäten des Hauses präsentieren. Das älteste gemeldete Fahrzeug der Marke, ein 1937 gebauter Popular Roadster, wird vom siebenfachen deutsche Rallye-Champion Matthias Kahle gesteuert. Direkt aus dem Skoda-Museum am Unternehmensstammsitz im böhmischen Mlada Boleslav kommen der 1100 MBX de Luxe von 1969 und ein Felicia von 1961. Ein Felicia Super Cabriolet des Baujahrs 1960 sowie der Motorsportler 130 RS starten für den deutschen Importeur.

Nur sieben der rund 170 Starter weisen ein früheres Baujahr auf als der 81 Jahre alte Skoda Popular Roadster von 1937. Das 22-PS-Auto erreichte bei der Rallye Monte Carlo 1936 den zweiten Platz in der Klasse bis 1500 Kubikzentimeter Hubraum. Nach diesem Erfolg legte Skoda die Version Popular Monte Carlo als Roadster und Coupé auf. Ebenso große Bedeutung hat die Baureihe für die technische Entwicklung der Marke: Der Popular kam 1934 als erstes Fahrzeug der Tschechen mit einer neuartigen Fahrwerkkonstruktion auf den Markt. Die Leiterrahmen-Bauweise wurde von einem an der Front gegabelten Zentralrohrrahmen abgelöst. Getriebe und Differenzial befanden sich ab sofort vor der Hinterachse, die Kardanwelle verlief durch das Rahmenrohr. Anstelle von Starrachsen kamen vorn wie hinten fortschrittliche Einzelradaufhängungen zum Einsatz.

Der Skoda Felicia geht in zwei Ausführungen auf die Norddeutschland-Tour. Das Werksmuseum bringt ein Exemplar des Baujahrs 1961 mit. Der zwischen 1959 und 1964 gefertigte 2+2-Sitzer besitzt einen 1089 Kubikzentimeter großen Vierzylinder, dessen 50 PS Leistung eine Höchstgeschwindigkeit von 128 km/h ermöglicht. Ab 1961 gesellte sich die offene Sportwagenversion Felicia Super dazu. Sie mobilisiert aus 1,2 Litern eine Leistung von 55 PS, verfügte wahlweise über ein Faltdach oder ein Hardtop und war vorwiegend für den Export bestimmt.

Mit dem legendären Skoda 130 RS geht der ,,Porsche des Ostens" an den Start, wie der ab 1975 gebaute Hecktriebler liebevoll genannt wird. Er gilt als das erfolgreichste Rallye- und Rundstreckenfahrzeug des ehemaligen Ostblocks. Zu den größten Triumphen zählen der Sieg in der Markenwertung der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981 sowie der Doppelsieg bei der Rallye Monte Carlo 1977 in der Kategorie bis 1300 ccm Hubraum. Der 1,3-Liter-Vierzylinder mit OHV-Ventilsteuerung und rund 140 PS Leistung beschleunigt den agilen Hecktriebler auf bis zu 220 km/h.

Das zweitürige Stufenheck 1000 MBX de Luxe von 1969 mit der großzügig verglasten Karosserie krönte den Erfolg des ersten tschechischen Großserienmodells, des Viertürers 1000 MB. Beide zeichnen sich durch eine für damalige Verhältnisse moderne selbsttragende Karosserie, Hinterradantrieb und 51 PS starken Heckmotor aus. Der geräumige Fünfsitzer kam im Oktober 1966 auf den Markt und stellte seinerzeit das Glanzstück der 1,0-Liter-Klasse dar. (ampnet/jri)

Dieser Artikel aus der Kategorie OLDTIMER wurde von ampnet am 12.09.2018, 10:08 Uhr veröffentlicht.