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5Harley-Davidson: Fit für die Zukunft
mid Groß-Gerau - Die LiveWire steht als erstes vollelektrisches Motorrad der Marke für den Umbruch beim Bike-Bauer Harley-Davidson. Noch in diesem Jahr soll die Maschine zu den Händlern surren. Harley-Davidson
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Mirko Stepan - 31. Januar 2019, 15:09 Uhr MOTORRRAD

Harley-Davidson: Fit für die Zukunft

Harley-Davidson ist die Kult-Motorradmarke schlechthin. Und der Motorradbauer aus Milwaukee, der wie kein anderer für Freiheit und Lebensgefühl steht, erfindet sich derzeit neu. Der Hoffnungsträger kommt auf ganz leisen Sohlen.


Harley-Davidson ist die Kult-Motorradmarke schlechthin. Und der Motorradbauer aus Milwaukee, der wie kein anderer für Freiheit und Lebensgefühl steht, erfindet sich derzeit neu. Der Hoffnungsträger kommt auf ganz leisen Sohlen.

Die englische Bezeichnung "Live Wire" hat mehrere Bedeutungen: Es kann einen unter Strom stehenden Draht meinen, aber auch ein Energiebündel. Die Harley-Davidson LiveWire ist ein unter Strom stehendes Energiebündel. Der vollelektrische Antrieb ohne Kupplung und Getriebe, bei dem ohne Zeitverzögerung das volle Drehmoment zur Verfügung steht, katapultiert das Bike in weniger als dreieinhalb Sekunden auf Tempo 100. Fahrhilfen wie Traktionskontrolle und ABS und ein eigens konzipiertes Fahrwerk sollen den nötigen Fahrspaß bringen. Bis zu 177 Kilometer Reichweite sind möglich, versprechen die Amerikaner. Per Level 1-Ladegerät kann die Hochvolt-Batterie über Nacht an jeder gewöhnlichen Haushaltssteckdose geladen werden. Zudem ist auch die "Schnell-Betankung" an öffentlichen Level 3 DCFC-Schnellladestationen möglich.

Aber die LiveWire ist nicht das einzige Motorrad, das bei Harley-Davidson für die Evolution der Marke steht: mit der Pan America 1250, einer Reise-Enduro, geht Harley-Davidson ab 2020 ganz neue Wege, um andere Kunden anzusprechen. Und auch ein Streetfighter soll künftig den Harley-Schriftzug auf dem Tank tragen. Ein 1250er Cruiser mit modernem Design steht ebenfalls in den Startlöchern.

Diese Neuausrichtung ist unausweichlich, denn der Motorrad-Markt verändert sich seit Jahren. Und auch Harley-Davidson spürt den Gegenwind, vor allem in der Heimat, wo 2018 mit 132.868 Einheiten 15.000 Motorräder weniger verkauft wurden als noch im Vorjahr. In Europa, vor allem in Deutschland, ist die Fan-Gemeinde zwar weiterhin treu: Mit 10.929 Neuzulassungen in der Bundesrepublik und dem zweitbesten Ergebnis der US-Marke auf dem deutschen Markt ist die Jahresbilanz positiv. Den Blick mit neuen Produkten auf neue Kunden zu richten, hat noch niemandem geschadet. Bei Harley-Davidson hat man das erkannt - und die Hebel umgelegt.

Mirko Stepan / mid

Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORRRAD wurde von Mirko Stepan am 31.01.2019, 15:09 Uhr veröffentlicht.