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Ölwechsel selber machen - Schritt für Schritt Anleitung
Nachdem der Ölmessstab zurückgesteckt wird, kann mit der Hilfe eines Trichters neues Motoröl eingefüllt werden. Der Ölstand sollte sich zwischen Minimum und Maximum liegen. Bild: Skica911@pixabay
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Redaktion - 20. Mai 2019 SERVICE

Ölwechsel selber machen - Schritt für Schritt Anleitung

Das Motoröl nimmt eine wichtige Rolle ein, wenn es darum geht, dass der Motor reibungslos läuft. Ein regelmäßiger Ölwechsel ist deshalb unverzichtbar, um die Leistung zu erhalten und einen Motorschaden zu verhindern. Im folgenden Ratgeber wird erläutert, wann der Ölwechsel fällig ist, wie er selber durchgeführt werden kann und was es zu beachten gibt.

Warum ist der Ölwechsel so wichtig?

Der Motor besteht aus verschiedenen beweglichen Teilen. Reiben sie aneinander, kann es zum Motorschaden kommen, beispielsweise durch eine Überhitzung. Das Motoröl sorgt für eine ausreichende Schmierung und trägt zur Kühlung bei. Es schützt zudem vor Korrosion und dient als Reinigungsmittel: Es bindet Schmutzpartikel und filtert diese heraus. Der regelmäßige Ölwechsel ist daher Pflicht. In den ersten Lebensjahren des Autos wird der Ölwechsel meistens im Zuge der Inspektionen in der Werkstatt gemacht. Später kann er mit ein wenig handwerklichem Geschick auch selber durchgeführt werden. Empfehlenswert ist er etwa alle 15.000 bis 30.000 Kilometer. Je nach Hersteller können die Angaben auch von diesem Richtwert abweichen. Genauere Informationen sind dem Bordbuch zu entnehmen. In der Betriebsanleitung des Fahrzeugs steht, welches Motoröl sich eignet.

Ölwechsel - was wird benötigt?

Wer den Ölwechsel selbst vornehmen möchte, benötigt das passende Motoröl, einen Ölfilter, Trichter zum Einfüllen des Öls, eine Dichtung für die Ablassschraube sowie folgende Werkzeuge und Hilfsmittel:

- Arbeitshandschuhe, Schutzbrille und Lappen
- Messbecher
- Drehmoment- und Filterschlüssel
- Ölauffangwanne
- Reinigungsbenzin
- Unterstellböcke
- Wagenheber

Ölwechsel - so wird er gemacht - Schritt für Schritt Anleitung

1. Das Fahrzeug muss für den Ölwechsel gerade stehen, damit das Altöl vollständig ablaufen kann. Eine Hebebühne ist ideal. Alternativ ist es auch möglich, das Auto mit einem Wagenheber anzuheben und durch Unterstellböcke ein Herunterfahren sowie durch Balken oder Keilen ein Wegrollen zu verhindern.

2. Der Ölwechsel erfolgt bei warmem Motor, denn Öl ist im kalten Zustand zähflüssig und lässt sich nicht so gut wechseln (Betriebstemperatur etwa 90 Grad).

3. Nun wird der Öleinfülldeckel entfernt, damit beim Ablassen des Öls kein Unterdruck entsteht. Dies ist wichtig, damit es rasch abläuft. Auch der Ölpeilstab wird herausgezogen, damit das Öl leichter abfließt.

4. Der Behälter, in dem das Altöl aufgefangen wird, kommt unter die Ölablass-Schraube. Beim Öffnen der Schraube an der Ölwanne werden im Idealfall Handschuhe getragen. Mit dem leichten Anlösen läuft das Öl bereits heraus. Die Ölablassschraube befindet sich am tiefsten Punkt eines Fahrzeugs.

5. Während das Motoröl abläuft, wird der Ölfilter gewechselt, indem er nach dem Lösen des Ölfilterdeckels herausgezogen wird. Danach wird der neue Dichtungsring und im Anschluss der Ölfilter auf den Deckel aufgesetzt und in das Gehäuse eingeschraubt.

6. Wenn das Altöl abgeflossen ist, wird die Dichtung an der Ölablassschraube erneuert und mit einem Drehmomentschlüssel festgezogen.

7. Nachdem der Ölmessstab zurückgesteckt wird, kann mit der Hilfe eines Trichters neues Motoröl eingefüllt werden. Der Ölstand sollte sich zwischen "Minimum" und "Maximum" befinden. Danach wird der Deckel des Einfüllstutzens geschlossen.

8. Der Motor wird gestartet, damit sich das Öl verteilt. Nach kurzer Zeit im Leerlauf wird er abgestellt und der Ölstand nach einigen Minuten mit dem Messstab nochmals kontrolliert. Liegt er bei "Minimum" oder darunter, ist noch etwas Motoröl nachzufüllen. Zum Schluss werden die Einfüllöffnung und Motorhaube geschlossen.

Zusammenfassung

Es ist nicht schwer, den Ölwechsel selber zu machen, um Kosten zu sparen. Eine fachgerechte Entsorgung des Altöls ist kein Problem, denn es kann einfach beim Autohändler abgegeben werden, von welchem das neue Öl stammt. Er ist verpflichtet, das Altöl entgegenzunehmen. Es darf keinesfalls in den Boden sickern sowie in die Kanalisation oder Gewässer gelangen.

Dieser Artikel aus der Kategorie SERVICE wurde von Redaktion am 20.05.2019 veröffentlicht.