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Anhängerkupplung selber nachrüsten
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Redaktion - 18. Juni 2019 SERVICE

Anhängerkupplung selber nachrüsten

Wer keine Anhängerkupplung besitzt, vermisst diese häufig. Eine Anhängerkupplung nachrüsten ist allerdings bei den meisten Fahrzeugen möglich.

Dies ist durchaus auch in der Selbstmontage machbar. Das spart die Kosten für die Werkstatt und ist mit ein wenig technischem Geschick problemlos machbar. Wichtig sind vor allem die passenden Werkzeuge.

Anhängerkupplungen machen flexibler

Die meisten Menschen kaufen sich einen passenden Gebrauchtwagen. Doch diese sind nicht immer mit passender Anhängerkupplung ausgestattet oder der Käufer legt zunächst keinen Wert auf ein solches Fahrzeug. Doch egal ob ein Anhänger oder ein Wohnwagen gezogen werden soll, ohne eine passende Anhängerkupplung ist dies nicht möglich. Glücklicherweise gibt es von verschiedenen Herstellern passende Nachrüst-Sets, welche passend zum Fahrzeug verbaut werden können. Dabei bieten viele der Anbieter an. So geht die Montage schneller und einfacher von der Hand.

Die benötigten Werkzeuge für die Montage der Anhängerkupplung

Die meisten Anbieter geben eine sehr genaue Montageanleitung an die Hand, in welcher die notwendigen Werkzeuge übersichtlich aufgelistet sind. Grundsätzlich sind notwendig:

- Eine Hebebühne oder alternativ ein Rangierwagenheber
- Drehmomentschlüssel
- Schraubenschlüssel
- Ratsche
- Bohrmaschine mit Metallbohrer
- Sprühflasche mit Unterbodenschutz
- Kleine Schraubendreher für die Elektro-Arbeiten
- Ein Lötkolben
- Isolierband

Viele der Werkzeuge sind entweder direkt im Haushalt vorhanden oder können beispielsweise gegen kleines Geld in Baumärkten oder von Freunden ausgeliehen werden.

Die Anhängerkupplung nachrüsten - Schritt für Schritt

Im ersten Schritt wird die Batterie des Fahrzeuges abgeklemmt. Dies dient vor allem der eigenen Sicherheit und schützt zudem das Fahrzeug vor Schäden durch Kurzschlüsse.

Nun wird das Fahrzeug aufgebockt oder auf der Hebebühne angehoben.

Die Heckschürze muss demontiert werden. Über die Radkästen lässt sich die Verschraubung gut erreichen. Wichtig ist, dass gegebenenfalls die Stecker zu den Heckleuchten entfernt werden müssen.

Die Anhängerkupplung ersetzt in der Regel die vorhandenen Querträger und muss mit dem passenden Drehmoment sicher befestigt werden. Hierbei gilt es besonders vorsichtig und akkurat zu arbeiten, da an diesen Verbindungen die spätere Last des Anhängers hängt.

Die Verkabelung der Anhängerkupplung erfolgt im Kofferraum. Die Bordelektronik wird mit der Steckdose der Anhängerkupplung verbunden, welche nun unter dem Fahrzeug befestigt werden muss. Über diese Steckdose wird der Anhänger mit Strom versorgt und kann somit entsprechende Lichtzeichen geben.

Ob Profi oder Laie, beim Anhängerkupplung Nachrüsten sollten sich alle immer streng an die Schritte der Aufbauanleitung halten. Denn jeder Fehler beim Einbau kann nachher die Sicherheit des Fahrzeuges beziehungsweise des Zuggespanns gefährden. Aus diesem Grund sind alle Schritte gründlich zu überprüfen, um Fehler in jedem Fall zu vermeiden.

Wer sich unsicher ist oder sich die Montage nicht selbst zutraut, kann sich selbstverständlich auch an eine Fachwerkstatt wenden. In der Regel müssen ein bis zwei Stunden für die Montage veranschlagt werden. Das kostet selbstverständlich Geld, bietet aber die Sicherheit, dass die Montage absolut fachgerecht erfolgt und durch die Werkstatt abgesichert ist. Auch versierte und erfahrene Freunde können helfen, die Anhängerkupplung nachzurüsten.

Die neue Anhängerkupplung und der TÜV

Wichtig beim Kauf ist es darauf zu achten, dass die Anhängerkupplung eine EG-Typengenehmigung aufweist. Das bedeutet, dass die Anhängerkupplung nicht mehr beim TÜV angemeldet werden muss, da diese bereits ab Werk geprüft sind. Der Fahrzeughalter muss allerdings die Typengenehmigung im Auto immer mitführen. Es kann also durchaus einfacher und praktischer sein, die Anhängerkupplung direkt beim TÜV eintragen zu lassen. Somit entfällt die Pflicht die Papiere immer mitnehmen zu müssen. Ein weiterer Vorteil liegt natürlich darin, dass bei der Eintragung der Techniker die Anhängerkupplung prüft. Fehler bei der Montage fallen somit sofort auf und es kommt zu keiner Gefährdung im Straßenverkehr.

Dieser Artikel aus der Kategorie SERVICE wurde von Redaktion am 18.06.2019 veröffentlicht.