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Im Auto Gesäß an die Rückenlehne
mid Groß-Gerau - Der Autositz ist kein Liegestuhl: Die Rückenlehne sollte in einem Winkel von etwa 100 Grad zur Sitzfläche eingestellt sein. Goslar Institut / HUK Coburg
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Lars Wallerang - 19. Februar 2020, 12:16 Uhr NEWS

Im Auto Gesäß an die Rückenlehne

Langes Sitzen kann den Rücken schädigen. Wer lange Autofahrten unternimmt, sollte darum auf eine gesunde Sitzposition achten. Experten wissen, wie es geht.


Langes Sitzen kann den Rücken schädigen. Wer lange Autofahrten unternimmt, sollte darum auf eine gesunde Sitzposition achten. Experten wissen, wie es geht. Zum Beispiel sollte die Rückenlehne in einem Winkel von etwa 100 Grad zur Sitzfläche eingestellt sein. Das sorge für eine leicht zurückgelehnte Haltung, die Muskulatur und Bandscheiben entlaste, rät das zur HUK Coburg gehörende Goslar-Institut.

Außerdem sollten die Schultern von der Rückenlehne unterstützt und das Lenkrad mit leicht angewinkelten Armen bedient werden. "Rücken Sie das Gesäß so dicht wie möglich an die Rückenlehne heran, sodass die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Krümmung unterstützt wird", empfehlen die Experten. Und: "Stellen Sie die Sitzfläche leicht ansteigend ein, sodass die Oberschenkel locker aufliegen und die Pedale ohne großen Kraftaufwand durchgetreten werden können."

Die Länge der Sitzfläche sollte man wenn möglich so einstellen, dass zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante zwei bis drei Zentimeter Freiraum vorhanden ist. Zudem empfiehlt es sich, immer möglichst hoch zu sitzen. Wenn zwischen Kopf und Dachhimmel noch eine Handbreit Platz ist, dann hat man die beste Übersicht und positioniert zugleich das Becken richtig.

Bei der Einstellung der Kopfstütze sollten Fahrer beachten, dass sie den ganzen Kopf stützt. Dies ist gewährleistet, wenn die Oberkanten von Kopfstütze und Kopf übereinstimmen. Der Abstand zum Hinterkopf sollte zwei Zentimeter betragen.

Auch während der Autofahrt kann man Schmerzen mit einfachen Übungen vorbeugen. Ein Beispiel: Den Rücken kurz in den Sitz pressen oder die Schultern zu den Ohren hochziehen. Die Muskeln etwa zehn Sekunden anspannen und anschließend wieder lockerlassen. Dadurch verbessert sich die Durchblutung.

Bei längeren Wartezeiten, etwa im Stau, vor einer Ampel oder an Grenzübergängen, lassen sich auch etwas aufwändigere Übungen bewerkstelligen. So sagen die Experten: "Räkeln Sie sich im Sitz, strecken Sie die Arme hoch, und drücken Sie mit den Händen gegen das Autodach." Den Druck dann drei bis sechs Sekunden halten, dann die Muskulatur lockern - und tief durchatmen.

Dieser Artikel aus der Kategorie NEWS wurde von Lars Wallerang am 19.02.2020, 12:16 Uhr veröffentlicht.