ALLRAD-NEWS

Die mid-Zeitreise: Passat-Kur: Neuer Schick für die Wolfsburger Oberklasse
mid Groß-Gerau - Beim VW Passat des Baujahres 2000 ist vor allem die Frontpartie moderner geworden. Archiv Motor-Informations-Dienst (mid)
OLDTIMER
Jutta Bernhard - 28. August 2020, 16:08 Uhr OLDTIMER

Die mid-Zeitreise: Passat-Kur: Neuer Schick für die Wolfsburger Oberklasse

Am 16. Oktober 2000 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 45. Jahrgang über den Volkswagen Passat.


Am 16. Oktober 2000 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 45. Jahrgang über den Volkswagen Passat.

Deutlich schicker hat Volkswagen den Passat gestaltet, und auch technisch wartet der größere Bruder von Golf und Bora jetzt mit vielen Verbesserungen auf. Auffälligstes äußeres Merkmal: Die Designer haben die Chromleisten wieder entdeckt.

Die neue Oberklasse auf Audi A6-Plattform geht Anfang November an den Start. Zur Auswahl stehen als Limousine und Kombi jeweils fünf Benziner und drei Turbo-Diesel-Direkteinspritzer. Die Limousine kostet in der Basisversion 39.507 DM, der Kombi "Variant" ist ab 41.463 DM zu haben. Serienmäßig ist nun das Stabilitätsprogramm ESP und eine Klimaanlage an Bord.

Insgesamt sind 2.300 Teile am alten Passat geändert worden, wie die Volkswagen-Manager mit Stolz verkünden. Herausgekommen ist dabei ein Fahrzeug, das VW selbstbewusst als den "neuen Passat" bezeichnet. Moderner wurde vor allem die Frontpartie mit ihrem teilverchromten, weiter vor gezogenen Kühlergrill und den Klarglas-Doppelscheinwerfern. Gegen Aufpreis erstrahlen sie in gleißendem Bi-Xenonlicht. Edel und elegant wirken die seitlichen Fenstereinfassungen aus Chrom. Hinten fallen die transparenten Rückleuchten mit integrierten Linsen auf.

Viel getan hat sich bei den Motoren. Der von Golf und Bora bekannte Zweiliter-Benziner mit 85 kW/115 PS löst nun den 1,8er mit 92 kW/125 PS ab. Weiter im Programm sind die Motor-Versionen 1.8 T mit 110 kW/150 PS sowie der 2,8-Liter-V6 mit Allradantrieb und 142 kW/193 PS. Zusätzlich gibt es noch einen 2,3-Liter-V5-Zylinder mit 125 kW/170 PS. Alle Benziner erfüllen die Schadstoffnorm Euro 4.

Die steigenden Kraftstoffpreise haben auch beim Passat die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen erhöht. Was lag da näher, als das Angebot zu erweitern? Allen voran steht ein 1,9-Liter-Motor mit Pumpe-Düse-Technik (74 kW/101 PS) zur Auswahl. Der attraktive Nachfolger der 90-PS-Maschine lässt den Fahrer bereits bei einem leichten Kick aufs Gas eine gewaltige Kraft spüren. Schon bei 1.900 Umdrehungen in der Minute stellt dieser TDI sein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern zur Verfügung.

Das gute Ansprechverhalten sorgt für jede Menge Fahrspaß. Der kleine TDI hat stets genug Reserven für einen schnellen Sprint und kommt auch auf Bergfahrten nicht aus der Puste, wie erste Fahreindrücke auf Sardinien gezeigt haben. Die Limousine verbraucht laut Werk durchschnittlich rund 5,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer, dem Kombi genügen 5,5 Liter. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 191 km/h (Limousine) beziehungsweise 184 km/h (Variant) angegeben.

Wer noch mehr Diesel-Power unter der Haube haben will, kann den Passat mit 96 kW/130 PS und den bereits bekannten V6 mit 110 kW/150 PS fahren. Beeindruckend sind auch hier die Drehmomente von jeweils 310 Newtonmeter, die Fahrdynamik garantieren. Nach wie vor können Kunden zwischen vier Ausstattungslinien wählen. Neben der Basisversion gibt es den Passat in den Varianten Comfortline, Trendline und Highline.

Dieser Artikel aus der Kategorie OLDTIMER wurde von Jutta Bernhard am 28.08.2020, 16:08 Uhr veröffentlicht.