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Reifenplatzer - und was dann?
mid Groß-Gerau - Laut ADAC ist ein Reifenplatzer für drei Viertel der Autofahrer das Schreckensszenario schlechthin. ADAC
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Rudolf Huber - 22. Oktober 2020, 13:27 Uhr NEWS

Reifenplatzer - und was dann?

Ein bei hoher Geschwindigkeit platzender Reifen bringt die meisten Autofahrer an den Rand ihrer Belastbarkeit. Dabei sind gerade dann Ruhe und besonnenes Reagieren gefordert, um nicht in der Leitplanke oder irgendwo abseits der Straße zu landen.


Ein bei hoher Geschwindigkeit platzender Reifen bringt die meisten Autofahrer an den Rand ihrer Belastbarkeit. Dabei sind gerade wenn das Auto scheinbar außer Kontrolle gerät, Ruhe und besonnenes Reagieren gefordert, um nicht in der Leitplanke oder irgendwo abseits der Straße zu landen.

Meist, und das ist die gute Nachricht, kündigt sich eine Reifenpanne vorher an: Der aufmerksame Autofahrer nimmt wahr, dass sein Fahrzeug immer stärker in eine Richtung zieht und sich beim Fahren "schwammig" anfühlt. Das liegt in der Regel daran, dass ein Reifen Luft verliert. Wenn sich das Verhalten des Wagens beim Fahren verändert, er sich also anders als normal anfühlt, sollte man so schnell wie möglich den Reifendruck kontrollieren, so das Goslar-Institut der HUK Coburg.

Ändert sich das Fahrverhalten schlagartig, ist Feingefühl gefragt. Denn wer in einer solchen Situation mit heftigem Bremsen oder hektischen Lenkbewegungen reagiert, kann leicht die Gewalt über das Fahrzeug verlieren, es schleudert unkontrolliert und kommt häufig von der Straße ab.

Unter Kontrolle halten lässt sich ein Auto bei einem plötzlichen Reifendruckverlust nur mit Nervenstärke und Besonnenheit. Also indem man versucht, das Steuer möglichst ruhig in Geradeausstellung zu halten und den Wagen, wenn er stabil in der Spur bleibt, vorsichtig an den Fahrbahnrand zu lenken. Gerät das Fahrzeug jedoch ins Schleudern, sollte man vorsichtig gegenlenken, also in die andere Richtung als das Auto selbst "will". Dabei ist Fingerspitzengefühl gefordert, weil schon ein wenig zu viel Lenkradeinschlag den Wagen in noch heftigere und nur noch schwer kontrollierbare Schleuderbewegungen versetzen kann.

Ganz wichtig dabei: Bloß kein wildes Kurbeln, wie es oft in Action-Filmen gezeigt wird! Fängt sich das Auto wieder, kann man zart bremsen. Wenn das Auto jedoch richtig ins Schleudern gerät, empfehlen Experten als Ultima Ratio, "voll in die Eisen zu steigen".

Laut ADAC erleben Autofahrer im Schnitt alle zehn Jahre eine Reifenpanne. Als häufigste Ursache gilt ein zu niedriger Druck. Als wichtigste Präventionsmaßnahme gegen Reifenpannen raten Experten deshalb auch dringend zu regelmäßigen Kontrollen, und zwar alle 14 Tage.

Dieser Artikel aus der Kategorie NEWS wurde von Rudolf Huber am 22.10.2020, 13:27 Uhr veröffentlicht.