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Kritik an Zulassungsstellen wird lauter
mid Groß-Gerau - Die Wartezeit auf die Auto-Zulassung ist laut Kfz-Gewerbe viel zu lang. blickpixel / pixabay.com
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Rudolf Huber - 26. Oktober 2020, 13:06 Uhr NEWS

Kritik an Zulassungsstellen wird lauter

Bei den deutschen Zulassungsstellen liegt laut Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und IG Metall noch immer vieles im Argen. Sie kritisieren in einer gemeinsamen Initiative eingeschränkte Öffnungszeiten, zu wenige verfügbare Termine und deshalb lange Warte- und Bearbeitungszeiten.


Bei den deutschen Zulassungsstellen liegt laut Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und IG Metall noch immer vieles im Argen. Sie kritisieren in einer gemeinsamen Initiative eingeschränkte Öffnungszeiten, zu wenige verfügbare Termine und deshalb lange Warte- und Bearbeitungszeiten.

Der Zulassungsstau muss weg, so die Forderung. Gestützt wird diese vom Ergebnis einer Umfrage unter knapp 1.400 Kfz-Betrieben. Dabei vergeben über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) für die allgemeine Situation in der Fahrzeugzulassung die Schulnoten 4 oder 5.

"Die Wartezeit kostet sowohl Händler als auch Kunden bares Geld. Die zuständige kommunale Politik muss dringend tätig werden und diesen Zustand beenden", fordert Ralf Kutzner von der IG Metall. "Hier entsteht unnötiger Druck auf die gesamte Automobilbranche, vom Hersteller bis zum Händler. Insbesondere die Mitarbeiter im Kfz-Handel werden durch die unbefriedigende Situation zusätzlich stark belastet."

Nicht einmal ein Drittel der befragten Betriebe hat, nach der Buchung sofort einen Termin bei einer Zulassungsstelle erhalten, fast die Hälfte wartet zwischen drei Tagen und einer Woche. Und auch die Bearbeitungszeit kann sich ziehen. Fast die Hälfte der Befragten spricht von einer Dauer von drei Tagen und länger.

Die Folge der langen Bearbeitungszeiten: Bereits verkaufte Fahrzeuge müssen durch den Händler zwischenfinanziert werden. Je nach Preis und Anzahl der Fahrzeuge schmälert das die sowieso knappen Margen erheblich.

Der ZDK fordert deshalb, moderne Technik zu nutzen: "Das Kraftfahrzeuggewerbe setzt sich für die digitale Zulassung im Autohaus ein. Dadurch können die Kfz-Betriebe die Behörden entlasten. Das ist auch im Interesse der Kunden." Solange eine Zulassung im Autohaus aber noch nicht möglich sei, sollten die zuständigen Behörden alles tun, um die Wartezeiten für Kunden und Autohändler in den Zulassungsstellen erträglich zu gestalten, so ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.

Für die Autokäufer kommt ein weiteres Problem hinzu. Weil die Zulassungsstellen in der Regel am 23. Dezember schließen, laufen sie Gefahr, wegen der schleppenden Zulassungen nicht mehr von der bis zum Jahresende befristeten Reduzierung der Mehrwertsteuer zu profitieren. Daher appellieren ZDK und IG Metall nachdrücklich an die zuständigen Behörden, dafür zu sorgen, dass auch vom 28. bis 30. Dezember Kraftfahrzeuge zugelassen werden können.

Dieser Artikel aus der Kategorie NEWS wurde von Rudolf Huber am 26.10.2020, 13:06 Uhr veröffentlicht.