ALLRAD-NEWS

Die mid-Zeitreise: Technik aus Japan, Design aus Italien - wendiger, schicker Pinin
mid Groß-Gerau - Mit dem Pajero Pinin bietet Mitsubishi 1999 erstmals im SUV-Segment ein Fahrzeug mit einem Benzin-Direkteinspritzmotor (GDI) an. Archiv Motor-Informations-Dienst (mid)
AUTOMOBIL
Motor-Informations- Dienst (mid) - 18. September 2020, 16:17 Uhr AUTOMOBIL

Die mid-Zeitreise: Technik aus Japan, Design aus Italien - wendiger, schicker Pinin

Am 11. Oktober 1999 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 44. Jahrgang über den Mitsubishi Pajero Pinin.


Am 11. Oktober 1999 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 44. Jahrgang über den Mitsubishi Pajero Pinin.

Pajero Pinin heißt der Neue von Mitsubishi im Segment der Sport Utility Vehicles (SUV). Das bei Pininfarina in Italien gebaute Fahrzeug wird zuerst in einer dreitürigen Version auf den Markt kommen. Mit dem Pajero Pinin bietet Mitsubishi erstmals im SUV-Segment ein Fahrzeug mit einem Benzin-Direkteinspritzmotor (GDI) an. Zum Einsatz kommt das bereits aus dem Carisma bekannte 1,8-Liter-Aggregat, das hier 88 kW/120 PS leistet.

Die Kombination der Allradtechnik von Mitsubishi - ein vergleichbares Fahrzeug gibt es in Japan bereits unter dem Namen iO - mit italienischem Design von Pininfarina ist gelungen. Schicke Sachlichkeit kennzeichnet das Innere des nur 3,74 Meter langen Fahrzeugs. Armaturentafel und bequeme Sportsitze im gut abgestimmten Zweifarben-Design sowie blau unterlegte Instrumente sorgen für ein sportliches Flair. Der Wendekreis von 9,8 Metern macht ihn auch in engen Parkhäusern handlich. Vier Personen finden auf bequemen Sitzen Platz. Dann aber ist das Stauvolumen auf zwei große Taschen beschränkt. Ist man nur zu zweit unterwegs, können dank geteilt umklappbaren Fondlehnen rund 800 Liter an Gepäck untergebracht werden.

Bei ersten Fahreindrücken rund um Pisa erwies sich der Direkt-Einspritzer als inzwischen ausgereifter Motor, der in dem kleinen Geländewagen für 168 km/h Spitze gut ist. Der Verbrauch wird mit 9 Litern Superbenzin auf 100 Kilometer angegeben, dürfte sich im Alltagsbetrieb aber für das rund 1,4 Tonnen schwere Fahrzeug wohl etwas darüber bewegen. Die gebremste Anhängelast von 1,5 Tonnen ist für eine Reihe von Freizeit-Aktivitäten wie etwa dem Transport von Schiffen oder Pferden gut.

Viel häufiger dürfte der Pinin jedoch im Alltag in den Innenstädten und auf der Autobahn zu finden sein. Und hier macht der in Italien geschneiderte Japaner eine passable Figur. Dank seiner kompakten Außenmasse passt er in Parklücken von Golf-Format. Bei Strecken über Land fällt nicht nur das gutmütige Handling auf, sondern vor allem auch die angenehme Geräuschkulisse. Vom Motor ist kaum etwas zu hören. Aber auch die Windgeräusche und die Abrollarbeit der 215/65 R 16 großen Reifen halten sich in Grenzen.

Das Sicherheitssystem ist mit Dreikanal-ABS, Seitenaufprallschutz, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Seiten-Airbag vorn, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer recht komplett. Mit Hilfe eines zusätzlichen Schalthebels kann die Antriebskraft auf die Achsen fast nach Belieben verteilt werden. Die ist bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h möglich. Sollte es tatsächlich einmal in schwieriges Terrain gehen, ist eine Geländereduktion zuschaltbar. Erhältlich ist der Pinin in vier Ausstattungsvarianten, wahlweise gibt es ein 5-Gang-Schaltgetriebe oder gegen 2.500 DM Aufpreis ein elektronisches 4-Stufen-Automatik-Getriebe. Die Preise bewegen sich von 36.900 DM bis 42.800 DM. Ende November steht der Pinin bei den Händlern. Im ersten vollen Verkaufsjahr 2000 werden in Deutschland 6.000 Einheiten anvisiert. Für die nahe Zukunft sind eine Erweiterung der Motorenpalette, ein Fünftürer mit längerem Radstand und auch ein Cabrio geplant.

Die Zusammenarbeit zwischen Pininfarina und Mitsubishi ist langfristig angelegt. Das zeigt sich auch an der Tatsache, dass die Japaner sich für die Namensgebung der ersten beiden Silben der italienischen Designschmiede bedienen durften. Pininfarina hat zudem rund 40 Millionen Dollar (rund 75 Millionen DM) in die Fabrik und Fertigungsanlagen investiert, das Investment von Mitsubishi Motors beträgt 100 Millionen Dollar (187 Millionen DM). Der "Local Content", also der Anteil an europäischen Teilen, beläuft sich nach Angaben von Mitsubishi auf etwa 75 Prozent. 60 europäische Zulieferer sind an dem Projekt beteiligt.

Dieser Artikel aus der Kategorie AUTOMOBIL wurde von Motor-Informations- Dienst (mid) am 18.09.2020, 16:17 Uhr veröffentlicht.