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2Schaeffler und Audi: Dream Team der Formel E
mid Groß-Gerau - Matthias Zink, Vorstand Automotive OEM bei Schaeffler, Dieter Gass, Leiter Audi Motorsport, und Dr. Jochen Schröder, Leiter Unternehmensbereich E-Mobilität bei Schaeffler (v.l.n.r.), freuen sich auf die Zusammenarbeit in der Formel E. Audi Sport
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Ralf Loweg - 30. Dezember 2019, 16:18 Uhr MOTORSPORT

Schaeffler und Audi: Dream Team der Formel E

Die Formel E kommt immer schneller in Fahrt: Einen großen Anteil an dem Erfolg der Elektro-Rennserie haben die Pioniere Schaeffler und Audi, die der Meisterschaft seit dem ersten Rennen die Treue halten. Und daran soll sich so schnell auch nichts ändern.


Elektrischer Motorsport kommt immer schneller in Fahrt. Inzwischen sind die Stromer von der Rundstrecke bis zur Rallye-Schotterpiste im Einsatz. Vorreiter dieser fast lautlosen Wettrennen ist die Formel E.

Am Anfang wurde diese Meisterschaft von Racing-Puristen noch belächelt. Doch die Elektro-Boliden haben die Fans rund um den Globus überzeugt. Einen großen Anteil an dem Erfolg haben die Pioniere Schaeffler und Audi, die der Formel E seit dem ersten Rennen die Treue halten. Und daran soll sich so schnell auch nichts ändern.

Der Zulieferer aus Herzogenaurach und der Autobauer aus Ingolstadt wollen auch in Zukunft ein Dream Team in der Formel E bilden. Es ist in der Tat eine der erfolgreichsten Partnerschaften dieser Serie: Seit dem Debüt 2014 ist Schaeffler Technologiepartner von Audi Sport Abt Schaeffler. Mit 40 Podiumsplätzen und mehr als 1.000 Punkten vor dem Start der sechsten Saison hat die Mannschaft auf und neben der Strecke Maßstäbe gesetzt. Schaeffler nutzt das in der rein elektrischen Rennserie gewonnene Know-how für seine Entwicklungsarbeit.

Schaeffler, Audi und die Formel E sei eine Kombination, die von Anfang an perfekt gepasst habe, betont Matthias Zink, Vorstand Automotive OEM bei Schaeffler. Das Unternehmen wolle mit all seinen Technologien im Bereich Antriebsstrang und Fahrwerk nachhaltige Mobilität innovativ gestalten. Und die Formel E sei eine ideale Bühne, um diese Ideen in Sachen Elektromobilität zu präsentieren. Hier könne man sich in einem Wettbewerb auf sportlich höchstem Niveau messen, so der Schaeffler-Vorstand: "Gleichzeitig begeistert das Engagement schon seit Jahren Fans und Mitarbeiter gleichermaßen."

In den ersten drei Jahren noch Partner des privaten Teams Abt Sportsline, entwickelt Schaeffler nun seit dem werksseitigen Einstieg von Audi im Herbst 2017 gemeinsam mit dem Autohersteller den Antriebsstrang für die Formel E. Bei einem ansonsten baugleichen Rennwagen für alle Teams ist die Kombination aus Motor, Getriebe, Inverter und Software das Herzstück des Fahrzeugs.

Künftig ist Schaeffler als Technologie- und Entwicklungspartner vor allem an Bereichen wie Getriebe-, Motor- und Antriebskonzeptentwicklung beteiligt. Hinzu kommt die Unterstützung bei der Prüfstandsarbeit und dem Prototypenbau. "Ich freue mich, dass Audi und Schaeffler auch in den nächsten Jahren ein starkes Team bilden", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

Man habe gemeinsam schon viel erreicht, habe aber angesichts der immer höheren Leistungsdichte in der Formel E auch große Ziele in der Zukunft, so Gass weiter: "Dass wir die Entwicklung des Audi e-tron FE07 für Saison sieben mit vereinten Kräften und als eingespieltes Team angehen, ist deshalb von ganz besonderer Bedeutung."

Die Elektro-Rennserie ist laut Schaeffler das ideale Testlabor, um Lösungen für die Mobilität von morgen zu entwickeln. Denn wer dort technologisch an der Spitze ist, kann auch später in der Serie vorne mitfahren. "In der Formel E gewinnen wir viel Know-how, das wir von der Rennstrecke in unsere Entwicklungsabteilungen übertragen", sagt Dr. Jochen Schröder, Leiter des Unternehmensbereichs E-Mobilität bei Schaeffler.

Ralf Loweg / mid

Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORSPORT wurde von Ralf Loweg am 30.12.2019, 16:18 Uhr veröffentlicht.