Ralf Loweg (vm) - 15. September 2014, 13:51 Uhr OLDTIMER
Oldtimer-Rekord: Schon 120 Millionen Euro
Oldtimer sind oft ein Objekt der Begierde: Und will sich ein Sammler unbedingt ein solches Schmuckstück in die eigene Garage stellen, ist manchmal kein Preis zu hoch.
Auf Platz eins dieser "Geld-Rangliste" steht ein Ferrari 250 GTO: Dieser Sportwagen kam für 28,2 Millionen Euro unter den Hammer. Der Ferrari aus dem Jahr 1962 mit der Chassisnummer 3851GT ist damit das bislang teuerste Auktions-Auto der Geschichte. Der alte Rekordwert lag bei etwa 23 Millionen Euro, die für einen legendären Mercedes-Silberpfeil vom Typ "W196 R" von 1954 in Goodwood bezahlt wurden.
Mit dem aktuellen Formel-1-Auto fährt Ferrari in diesem Jahr meilenweit hinter Mercedes-Benz her. Doch in der Gunst der Autosammler stehen die roten Renner aus Maranello immer noch ganz weit vorn: Von den zehn wertvollsten Autos bei den diversen Versteigerungen in diesem Jahr tragen die ersten neun alle das berühmte springende Pferd als Markenzeichen. Den zweiten Rang belegt ein Ferrari 275 GTB/C Speciale von 1964, der für 20,4 Millionen Euro versteigert wurde. Dahinter folgt ein Ferrari 375 MM mit dem Baujahr 1954 und dem Auktions-Preis von 14,0 Millionen Euro. Aufgelockert wird diese "Hitliste" ausgerechnet durch einen Ford: Der für 5,8 Millionen Euro versteigerte GT40 Prototyp von 1964 schaffte es immerhin auf Position zehn.
Experten fragen sich angesichts dieser Millionensummen bereits: Ist das alles wie einst an der Börse nur eine Blase? Und wann platzt sie? "Eine Blase ist nicht in Sicht. Es wird sehr gezielt gekauft, außergewöhnliche Summen werden auch nur für wirklich außergewöhnliche Autos gezahlt", erklärt Frank Wilke, der Geschäftsführer von "classic-analytics". Diese Summen seien allerdings eine Ausnahme. Der Durchschnittswert eines Oldtimers beträgt in Deutschland "nur" rund 15 000 Euro.
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