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2020 könnte Suzukis Jahr in der MotoGP werden
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Redaktion - 11. März 2020 MOTORSPORT

2020 könnte Suzukis Jahr in der MotoGP werden

Die MotoGP ist aktuell in aller Munde. Die prestigeträchtigste aller Motorradklassen sollte eigentlich Anfang März in die neue Saison starten, allerdings wurde das Rennen in Katar abgesagt, da einige der Teams mit Sitz in Italien aufgrund des Ausbruchs des Coronaviruses nicht mehr in den Wüstenstaat einreisen dürfen.

Der Saisonauftakt der Nachwuchsklassen Moto3 und Moto2 finden trotzdem statt, da sich die Teams schon seit den Testtagen am letzten Februarwochenende in Katar befinden.

Neben der Absage des Saisonauftakts werden aber auch andere Themen heiß diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit kam dabei in den letzten Tagen den neuen Ducati-Rennmaschinen zu, da diese mit einem neuen Schalter am Lenker, dem so genannten Mountainbike-Schalter für Aufsehen sorgten. Der Schalter, der exakt baugleich mit dem einer Mountainbikefirma ist, soll es den Fahrern ermöglichen, die Federung am Hinterrad zu regeln. Genaueres ist aber nicht bekannt.

Letztlich sorgte der Weltmeister Marc Marquez mit seiner Vertragsverlängerung bei Repsol Honda für Aufsehen. Diese kam zwar nicht überraschend, doch ist die Laufzeit von vier Jahren über das Saisonende heraus, ungewöhnlich lang. Der Spanier geht auch dieses Jahr als absoluter Topfavorit in die Saison, doch weisen die Anzeichen auf einen engeren Kampf an der Spitze in 2020 hin.

Die Testfahrten zeigten, dass dieses Jahr besonders mit Yamaha zu rechnen ist, aber auch die neuen Bikes von Suzuki aber einen überraschend guten Eindruck hinterlassen. Die Fahrer der Marke, insbesondere Alex Rins, erhoffen sich für dieses Jahr einen Leistungssprung und konnten die Erwartungen bei den Tests durchaus untermauern. Besonders die Fahrten auf den Losail Circuit in Katar, der nun leider aufgrund der Coronaepidemie aus dem Rennkalender gestrichen wurden, machen Suzuki Hoffnung. Rins war an allen drei Testfahrten unter den schnellsten Drei und konnte den ersten Testtag sogar mit einer absoluten Bestzeit abschließen.

So war es kein Wunder, dass der Suzuki-Pilot sich nach den Testfahrten sehr positiv gegenüber den Medienvertretern äußerte. Er sei sehr glücklich über die Tests in Sepang und Katar. Qualifying- und Rennsimulation seien sehr gut verlaufen und er habe alle geplante Arbeit problemlos erledigen können. Er könne das Rennen kaum erwarten und freue sich auf die neue Saison. Natürlich konnte er vor zwei Wochen noch nicht ahnen, dass das Rennen ausfallen würde, trotzdem kann Suzuki voller Zuversicht in die neue Saison gehen. Laut Rins ist die neue Suzuki konstanter, schneller auf der Geraden und stabiler beim Bremsen als das Vorgängermodell.

Es ist zwar nicht davon auszugehen, dass Suzuki in der WM-Wertung eine große Rolle spielen wird, doch sollten die Motorräder des japanischen Herstellers deutlich zur Spitze aufgeschlossen haben. Hier werden voraussichtlich Honda und Yamaha mit harten Bandagen um jeden Punkt kämpfen.

Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORSPORT wurde von Redaktion am 11.03.2020 veröffentlicht.