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Der Umwelt zuliebe: Kfz-Steuer wird reformiert
mid Groß-Gerau - Ab 2021 steigt für neue Autos mit hohem Spritverbrauch die Kfz-Steuer. Rudolf Huber / mid
AUTOMOBIL
Ralf Loweg - 18. September 2020, 09:48 Uhr AUTOMOBIL

Der Umwelt zuliebe: Kfz-Steuer wird reformiert

Große SUV oder PS-starke Sportwagen sind für umweltbewusste Menschen ein ständiges Ärgernis. Viele fordern daher eine Verbannung dieser Fahrzeuge aus deutschen Innenstädten. Doch das ist für Politiker (noch) kein Thema. Vielmehr haben sie es auf den Geldbeutel der Fahrer dieser Autos abgesehen.


Große SUV oder PS-starke Sportwagen sind für umweltbewusste Menschen ein ständiges Ärgernis. Viele fordern daher eine Verbannung dieser Fahrzeuge aus deutschen Innenstädten. Doch das ist für Politiker (noch) kein Thema. Vielmehr haben sie es auf den Geldbeutel der Fahrer dieser Autos abgesehen.

Denn ab 2021 steigt für neue Autos mit hohem Spritverbrauch die Kfz-Steuer. Eine entsprechende Reform hat der Bundestag jetzt beschlossen. Das soll Autofahrer dazu bringen, sparsamere Pkw zu kaufen. Bereits zugelassene Autos sind nicht betroffen, heißt es.

Konkret bedeutet das: Die Kraftfahrzeugsteuer wird künftig stärker daran ausgerichtet, wie viel CO2 ein Fahrzeug ausstößt. Die CO2-Komponente wird gegenüber dem Hubraum stärker gewichtet. Zur Reform gehört auch, dass die geltende Kfz-Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge bis zum 31. Dezember 2025 verlängert wird. Sie soll bis längstens Ende 2030 andauern.

Für ab 2021 neu zugelassene Autos, die mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, soll für jedes weitere Gramm ein Aufschlag von zwei Euro auf die ansonsten nach dem Hubraum berechnete Steuerlast erhoben werden.

Der Aufschlag soll stufenweise auf bis zu vier Euro pro zusätzliches Gramm CO2 für Fahrzeuge mit besonders hohem CO2-Ausstoß von mehr als 195 Gramm pro Kilometer ansteigen. Für von Juni 2020 bis Ende 2024 zugelassene Pkw mit weniger als 95 Gramm CO2-Emissionen soll es einen jährlichen Steuerbonus von 30 Euro für maximal fünf Jahre geben.

Ob allerdings Autofahrer, die sich ein SUV oder einen Sportwagen für fast 200.000 Euro leisten, durch eine erhöhte Kfz-Steuer zum Umdenken bewegt werden, darf bezweifelt werden.

Dieser Artikel aus der Kategorie AUTOMOBIL wurde von Ralf Loweg am 18.09.2020, 09:48 Uhr veröffentlicht.